Entdecken Sie Italiens leckerste Schaumweine | 2025

Italienischer Schaumwein (auch bekannt als „italienischer Champagner“)

Wir alle kennen Italien für seine wunderbaren Weine – spritzige Weißweine, kräftige Rotweine und die herrlichen Sommerrosés. Aber wussten Sie, dass Italien auch einige der köstlichsten Schaumweine der Welt herstellt?


Von Nord nach Süd produziert fast jede Region Italiens ihre eigenen Schaumweine. Einige dieser Schaumweine sind für den Export bestimmt – man denke nur an den beliebten Prosecco –, während andere, wie Franciacorta DOCG, hauptsächlich von den Italienern selbst im Inland genossen werden.


Was genau sind eigentlich diese Schaumweine? Worin liegt der Unterschied zwischen Champagner, Prosecco und all den anderen prickelnden Weinen, die wir so hören?


Lasst uns gemeinsam in die prickelnde Welt der italienischen Schaumweine eintauchen. 🍾


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italiaanse champagne ligt te rijpen in de kelder

Italiens berühmteste Schaumweine


Schaumweine werden in ganz Italien hergestellt, doch einige Regionen stechen besonders hervor. Begeben wir uns auf eine kleine Reise zu den bekanntesten.


Franciacorta DOCG

Wenn Sie nach Italiens Antwort auf Champagner suchen, dann ist dies genau das Richtige.

Franciacorta stammt aus einer traumhaften Region zwischen Mailand und Verona, nahe dem Gardasee. Diese Weine werden nach der traditionellen Methode wie französischer Champagner hergestellt – die zweite Gärung, bei der die Bläschen entstehen, findet also direkt in der Flasche statt. Elegant, raffiniert und einfach unvergleichlich: Franciacorta ist der prickelnde Wein, zu dem Italiener zu ganz besonderen Anlässen greifen.


Prosecco DOCG und Prosecco DOC

Ah, Prosecco – der beliebteste italienische Schaumwein der Welt! Ob man ihn auf einer sonnigen Terrasse genießt oder mit Freunden feiert, Prosecco bringt in jedem Moment sofortige Freude.

Dieser spritzige Wein, hauptsächlich aus der Glera-Traube hergestellt, wird nach der Metodo Martinotti (auch Charmat-Methode genannt) produziert, bei der die Kohlensäure in großen Stahltanks entsteht. Neugierig geworden? Tauchen Sie ein in die Welt des Prosecco – ein ganzes prickelndes Universum wartet darauf, entdeckt zu werden!


Asti Spumante DOCG

Weiter westlich im Piemont erwartet Sie ein weiteres Juwel: Asti Spumante. Hergestellt aus der duftenden Moscato Bianco-Traube, ist dieser Wein weich, süß und herrlich aromatisch – perfekt zum Brunch oder Dessert. Wie Prosecco reift er in Edelstahltanks, wodurch er seine Frische und seinen fruchtigen Charme bewahrt.


Vom Stillwein zum prickelnden Zauber


Lasst uns einen Moment innehalten und bewundern, wie aus gewöhnlichen Trauben diese herrlichen Bläschen entstehen, die wir so lieben.


Alles beginnt ganz leise im Weinberg:

  • Im Winter ruhen die Reben und werden sorgfältig beschnitten.
  • Im Frühling erblühen sie in voller Blüte.
  • Im Sommer reifen die Trauben unter der warmen italienischen Sonne.
  • Und im Herbst beginnt die Ernte!


Bis zu diesem Punkt verläuft die Weinherstellung bei allen Weinen gleich. Sobald die Trauben gepresst sind, beginnt die erste Gärung des Saftes. Dabei wandeln sich die natürlichen Zucker in Alkohol und Kohlendioxid um – das CO₂ entweicht jedoch, sodass der Wein nicht gärt.


Nun kommt der spannende Teil: die zweite Gärung, bei der die Magie geschieht.

Die Winzer fügen eine Mischung aus Zucker und Hefe hinzu und lassen diesmal das Gas nicht entweichen. Ob in einer Flasche oder einem verschlossenen Stahltank – das eingeschlossene Kohlendioxid erzeugt die kleinen, fröhlichen Bläschen, die wir alle so lieben.


Gleich erzähle ich Ihnen mehr über die beiden Hauptmethoden. Denn die Art und Weise, wie diese Blasen entstehen, macht den entscheidenden Unterschied.

Klassische Methode

(auch bekannt als Traditionelle Methode / Champagner-Methode)


Falls Sie sich jemals gefragt haben, wie diese eleganten, winzigen Bläschen ihren Weg in eine Flasche Champagner – oder in Italiens Franciacorta – finden, hier geschieht die Magie.


Die Metodo Classico ist die traditionellste und bekannteste Methode zur Herstellung von Schaumwein. Bei dieser Methode findet die zweite Gärung (die für die Kohlensäurebildung verantwortlich ist) direkt in der Flasche statt.


Nach der ersten Gärung wird der Grundwein in dickwandige, stabile Flaschen abgefüllt. Anschließend wird eine Mischung aus Zucker und Hefe hinzugegeben, bevor die Flasche mit einem Kronkorken verschlossen wird. Während die Hefe arbeitet, produziert sie Kohlendioxid – da die Flasche aber verschlossen ist, kann das Gas nicht entweichen. Voilà! So entstehen die Bläschen.


Mit der Zeit verrichten die Hefezellen ihre Arbeit und setzen sich im Flaschenhals ab. Die Winzer drehen die Flaschen langsam und vorsichtig von Hand, jeweils um eine Vierteldrehung, um das Sediment zum Flaschenhals zu befördern.


Sobald sich das gesamte Depot abgesetzt hat, folgt ein faszinierender Schritt namens „Sboccatura“ (französisch: Dégorgement). Der Flaschenhals wird eingefroren, und beim Abnehmen des Verschlusses drückt der Druck der Weinbläschen den gefrorenen Depotpfropfen heraus. Anschließend wird die Flasche mit etwas Wein – manchmal mit einem Hauch Zucker – aufgefüllt und schließlich mit dem klassischen pilzförmigen Korken verschlossen.


Der bekannteste italienische Schaumwein, der nach dieser traditionellen Methode hergestellt wird, ist Franciacorta DOCG, der in der wunderschönen Lombardei zwischen Mailand und Verona produziert wird. (Falls Sie einmal die Gelegenheit haben, die Region zu besuchen, ist eine Verkostung dort ein absolutes Highlight!)


Und selbstverständlich handelt es sich dabei um dieselbe traditionsreiche Methode, die auch für Champagner aus den französischen Regionen Reims und Épernay angewendet wird.


Martinotti-Methode

(auch bekannt als die Charmat-Methode)


Schauen wir uns nun einen anderen Stil an – etwas moderner, etwas praktischer, aber auf seine Weise genauso reizvoll.


Die Metodo Martinotti, auch Charmat-Methode genannt, ist eine alternative Methode zur Herstellung von Schaumwein. Hierbei findet die zweite Gärung in verschlossenen Edelstahltanks statt, anstatt in einzelnen Flaschen. Dadurch wird der Prozess schneller, einfacher und etwas günstiger – ohne dass der prickelnde Genuss verloren geht.


Das Ergebnis? Lebendige, frische und fruchtbetonte Weine – wie der weltberühmte Prosecco aus Venetien. Ein weiterer so hergestellter Wein ist der Asti Spumante aus dem Piemont – etwas süßer, da die erste Gärung frühzeitig gestoppt wird und so ein Teil des natürlichen Zuckers der Trauben erhalten bleibt.


Ob Sie nun die Komplexität eines Franciacorta oder den unkomplizierten Charme eines Prosecco bevorzugen, beide verdanken ihre Perlage einer faszinierenden Kunst der Weinherstellung – die eine klassisch und langsam, die andere spritzig und modern.

Prosecco proeven bij een van de aangesloten wijnhuizen of osteria's

Prosecco Col Fondo

Wussten Sie, dass es noch eine dritte, weniger bekannte Prosecco-Sorte gibt? Sie heißt Prosecco Col Fondo und ist etwas ganz Besonderes – eine rustikale, traditionelle Variante, die Sie direkt in die Zeit zurückversetzt, als Prosecco noch nicht so weit war wie heute, bevor die moderne Technologie Einzug hielt.


Anders als beim regulären Prosecco, der nach der Metodo Martinotti hergestellt wird (bei der die zweite Gärung in großen, versiegelten Stahltanks stattfindet), geht Col Fondo den traditionellen Weg: Die zweite Gärung findet in der Flasche statt.


Der erste Teil des Verfahrens entspricht der Metodo Classico – der Grundwein wird mit etwas Zucker und Hefe abgefüllt. Doch hier liegt der Clou: Der letzte Schritt, bei dem die Winzer normalerweise den Flaschenhals einfrieren und das Depot entfernen (Sboccatur oder Degorgieren), wird komplett ausgelassen.


Daher kommt auch der Name Col Fondo – er bedeutet wörtlich „mit dem Bodensatz“. Es wird kein Zucker zugesetzt, sodass der Wein wunderbar trocken bleibt und nur eine leichte natürliche Süße aus den Trauben selbst aufweist.


Nach etwa sechs Monaten Flaschenreife erhält man einen leicht trüben, dezent prickelnden Prosecco mit einem wunderbar natürlichen, fast hefigen Geschmack. Er ist ungefiltert, unkompliziert und einfach köstlich – Prosecco in seiner ehrlichsten, handwerklichsten Form.


Sprudelnd oder Frizzante

Sie haben sicher schon bemerkt, dass italienische Schaumweine oft die Bezeichnungen Spumante oder Frizzante auf dem Etikett tragen. Aber was bedeuten diese Begriffe eigentlich?


Am Ende dreht sich alles um Druck – im wahrsten Sinne des Wortes!


Ein Wein wird als Spumante bezeichnet, wenn der Druck in der Flasche mindestens 3 Atmosphären beträgt (bei besonders guten Sorten sogar noch höher – manchmal bis zu 6). Dadurch entstehen die feinen, lebhaften Bläschen, die im Glas tanzen. Diese Weine werden wie Champagner in dickwandigen Glasflaschen mit dem klassischen Korken und Drahtkorb abgefüllt.


Frizzante hingegen ist der mildere Verwandte. Der Druck ist niedriger – zwischen 1 und 2,5 Atmosphären – was weniger Bläschen und ein sanfteres Prickeln bedeutet. Frizzante-Weine werden oft mit einem herkömmlichen Korken und einer Schnur verschlossen und wirken etwas leichter und unkomplizierter. Perfekt für einen entspannten Nachmittagssnack auf der Terrasse.


Jenseits von Brut: Süße verstehen

Falls Sie sich jemals gefragt haben, was die Bezeichnungen Brut, Extra Dry oder Dolce auf einem Sektetikett bedeuten, sind Sie nicht allein. Es hängt alles damit zusammen, wie viel Restzucker im Wein enthalten ist – mit anderen Worten, wie süß (oder trocken) er schmeckt.


Hier ist eine kurze Übersicht, von trocken bis süß:

  • Pas Dosé – weniger als 1 Gramm Zucker pro Liter (die trockenste aller Sorten)
  • Brut Nature – unter 3 Gramm pro Liter
  • Brut – bis zu 15 Gramm pro Liter
  • Extra trocken – zwischen 12 und 20 Gramm pro Liter


Eine dieser Bezeichnungen findet sich meist deutlich sichtbar auf dem Flaschenetikett. So wissen Sie beim nächsten Einkauf genau, welche Art von Sprudelwasser Sie erwartet – spritzig und trocken oder mild und leicht süß.


Einige Fotos auf dieser Seite stammen vom Franciacorta Wine Consortium.